Elly-Heuss-Knapp Schule - Berufskolleg der Stadt Düsseldorf


Wie ein Film entsteht, das durfte die Klasse der Maßschneider Oberstufe der dualen Berufsausbildung an ihrem letzten Schultag als etwas Besonderes abseits ihres eigenen Schulalltags erleben.

Marvin Plate, ein angehender „Mediengestalter Bild und Ton“ (Berufsschüler am Georg-Simon-Ohm Berufskolleg in Köln) hatte in seinem Arbeitsauftrag von der IHK für seinen Abschlussfilm das Thema „Kleidung“ erhalten und trat Anfang März mit der Frage an die Schulleitung heran, ob er seinen Film in den Räumen der Maßschneiderabteilung unserer Schule drehen dürfe.

An der Elly-Heuss-Knapp-Schule werden in der vollzeitschulischen Maßsschneider-Ausbildung jährlich ca. 25 Schülerinnen und Schüler zur Gesellenprüfung geführt und ca. 15-20 Auszubildende in der Berufsschule beschult, die das  Maßschneiderhandwerk in den Betrieben innerhalb und außerhalb Düsseldorfs erlernen.  Mit einigen E-Mails waren die Randbedingungen geklärt und die Drehgenehmigung erteilt, jedoch ohne die Rechnung mit dem Corona-Virus gemacht zu haben. Die Schule wurde ab dem 16.03. geschlossen und erst einmal wusste niemand, wie es mit den geplanten Prüfungen weitergehen sollte. Glücklicherweise konnte eine Woche nach den Osterferien unter besonders strengen Hygienevorschriften langsam mit dem Unterricht in den Prüfungsklassen wieder begonnen werden.

Nachdem die theoretische Prüfung der Maßschneider-Klassen dann am 6. und 7. Mai durchgeführt war, hatten die Auszubildenden der dualen Betriebe die Möglichkeit, die Werkstätten der Textilabteilung zu testen, um sich auf ihre praktische Prüfung vorzubereiten. Aus Gründen der neuen Abstandsregeln konnte diese nicht wie gewohnt in der Handwerkskammer stattfinden und wurde kurzerhand in die Schule verlegt. Am 14. Mai fand dieser Praxistest für die Auszubildenden statt, Marvin wurde dazugeladen und brachte mit seinem Team auch noch jede Menge interessantes Equipment mit. Über die gemeinsame Situation kurz vor der Prüfung und die unkomplizierte Art beider Seiten kam man schnell ins Gespräch und wurde „warm“ miteinander.

Der Tag verging schnell, viel wurde zwischen 9.00 und 16.00 Uhr gedreht, aufgenommen, gefragt und beantwortet. Irgendwann vergaßen die Auszubildenden die Kamera und arbeiteten konzentriert und vergnügt. Schön, dass dieses Projekt doch noch geklappt hat.

Und hier gehts zum Film!

Petra Claeßens

Veröffentlicht am 27. Mai 2020