Elly-Heuss-Knapp Schule - Berufskolleg der Stadt Düsseldorf


Durchgeführt mit der SM und HBTU von Frau Baden und Frau Neu am Tag der Vielfalt (12.04.2018)

Konzipiert wurde der Workshop von der Fachstelle Gender NRW (eigentlich) für ein Wochenende. Die Teilnehmer kennen sich in der Regel nicht oder nur teilweise. Deshalb konnte hier nur ein kleiner Teil in abgeänderter Form durchgeführt werden.

Als Einstieg in das Thema haben wir vom WDR den Film von Quarks&Co., moderiert von R. Yogeshwar  "Junge oder Mädchen? Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt" vom 10.04.2018 geschaut. Unter dem link:https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-junge-oder-maedchen-warum-es-mehr-als-zwei-geschlechter-gibt--100.html kann er geöffnet werden.

Die Schülerinnen und Schüler fanden diesen Beitrag sehr gut und waren dadurch für das Thema sensibilisiert.

Inhalt des Films war, dass wir uns nicht einfach in "männlich" und "weiblich" einteilen lassen, obwohl wir das denken. Was unser Geschlecht ausmacht, ist vielfältig: Hormone, Chromosomen, Anatomie, Geschlechtsorgane oder unser Gehirn. Dabei gibt es Variationen - so häufig, dass immer mehr Forscher das Geschlecht als Kontinuum betrachten, auf dem "weiblich" und "männlich" nur die Endpole sind.

Im Anschluss daran haben die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des Cross-Dressing-Workshops ihre Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit reflektiert und hinterfragt. Dazu wurden Stereotype bzgl. "Wie sind Männer/ Frauen allgemein?!, Wie sind Männer/ Frauen in Beziehung" und "Wie sind Männer/ Frauen im Job?" gesammelt.

Mit Hilfe einer Imaginationsübung wurden dies Stereotype hinterfragt und diskutiert.

Eine Leitfrage dabei ist, welche Zuschreibungen in Bezug auf das eigene Geschlecht erfahren die Mädchen und Jungen sowie die jungen Frauen und Männer alltäglich und welche Zuschreibungen haben sie selbst in Bezug auf das andere Geschlecht bereits verinnerlicht?

Fazit des Tages war in beiden Klassen, dass wir alle in Stereotypen denken, dass wir aber fähig sind, diese Schubladen zu öffnen, zu hinterfragen und unsere (Vor-)Urteile abzulegen. Ebenfalls wurde diskutiert, wie man sich selbst verhalten könnte, wenn man in ein "Schublade" geraten ist.

 

Veröffentlicht am 24. April 2018