Elly-Heuss-Knapp Schule - Berufskolleg der Stadt Düsseldorf


Spiel- und Bewegungsnachmittag der Oberstufenschüler/innen der Sozialassistenten im Pestalozzihaus

Am 06.03. haben unsere Schülerinnen und Schüler des Bildungsgangs der Sozialassistenten, wieder ein Spiel- und Bewegungsnachmittag des Altenzentrums im Pestalozzihaus auf der Grafenberger Allee ausgerichtet. Im Sportunterricht und im fachpraktischen Unterricht Erziehung und Soziales haben die Schülerinnen und Schüler mit sehr viel Herzblut die Inhalte der Sport- und Spielangebote ausgetüftelt, geprobt und bis zur eigenständigen Moderation in Gruppen gemeinsam erarbeitet. Wie jedes Jahr waren wieder zahlreiche ältere Menschen unserer Einladung gefolgt und haben sich im großen Saal des Zentrums versammelt.

Besonders gefreut haben wir uns auf einen besonderen Gast, Herrn Fritz Jungen (auf dem ersten Bild markiert). Herr Jungen ist nicht nur Teilnehmer, sondern auch für die Netzwerk Zeitung tätig, er schreibt Artikel für die Seniorenzeitschrift der Stadt Düsseldorf. Wir kennen uns schon viele Jahre. Auch in diesem Jahr hat er uns mit seiner (Lebens-)freudigen Art begrüßt und in seinen Bann gezogen. Einen Bericht über unseren Besuch und unseren Spiel- und Bewegungsnachmittag, hatte er prompt am nächsten Tag „druckfertig“ – So rüstig müsste man sein, dachten wir uns und haben kurzerhand seinen Bericht hier auf unsere Homepage gesetzt. Man könnte den Tag einfach nicht besser beschreiben (Der Text folgt nach den Fotos).

Text: Frau Kielhorn, Herr Schmalenberg

Alt und Jung gemeinsam -> Wiederbelebung

Wieder einmal stand im Pestalozzihaus Spiel, Spaß und Unterhaltung auf dem Programm, aber nicht so wie Sie es kennen. Diesmal hatten sich die Schüler der Abschlussklasse der Elly-Heuss-Knapp-Schule angesagt, die sich ein Bewegungsprogramm für Senioren ausgedacht hatten. Der große Saal im Haus war dazu hergerichtet. Am Eingang warteten etwa zwanzig neugierige Senioren auf die Dinge, die da kommen sollten. Dazu blieb aber wenig Zeit, denn etwa ebenso viele Schüler waren gespannt, wie die älteren Herrschaften, die zwischen siebzig und neunzig Jahren waren, auf ihr Programm reagieren würden.

Bei lustigen Bewegungsspielen mit wechselndem Tempo gab es manch kuriose Körperhaltung, die nicht selten zum Lachen waren.  Dort, wo die Übungen nicht auf Anhieb gelangen, gaben die Schüler Hilfestellungen und ermunterten durch Beifall. Bald merkten die Teilnehmer, dass sie noch einen Körper haben, der in neunzig Minuten durch die unterschiedlichen Übungen doch auf ungewohnte Weise gefordert wurde. Es gab Lockerungs-, Koordinations- und Kräftigungsübungen, die jeden Muskel erreichten. Zur Belohnung gab es zum Schluss eine Ballmassage, die von den Senioren dankbar angenommen wurde.

Die Schüler präsentierten ihre Übungen in koordinierter Abfolge. Es wurde deutlich, dass sich die jungen Leute eine Schule gewählt hatten, deren Lehrplan sowohl in praktischer als auch in theoretischer Weise gezielt auf pflegerische Berufe ausgerichtet ist. Das zeigte sich in den Fähigkeiten der Jugendlichen, einfühlsam und ermutigend auf die älteren Menschen zuzugehen, sodass in kurzer Zeit ein vertrauensvolles Miteinander gelang.

Nach dem aktiven Teil des Nachmittags saßen beide Gruppen bunt gemischt noch bei Kaffee und Gebäck zusammen und plauderten über Gott und die Welt, als würde man sich schon ewig kennen. Dabei tauchte auch die Frage auf, warum so wenige Männer in den Seniorengruppen vertreten seien:  Sind die Männer zu faul, gibt es sie nicht mehr oder haben sie Angst vor der Überzahl der Frauen?

Der Abschied war herzlich und der Wunsch nach Wiederholung unüberhörbar. Herr Schmalenberg versicherte als Vertreter der Elly-Heuss-Knapp-Schule, dass seine Schule auch in Zukunft Interesse daran hat, mit ihren Abschlussklassen solche Aktionen zu ermöglichen.

Text: Fritz Jungen / Netzwerk Zeitung, Düsseldorf

 

Veröffentlicht am 26. März 2019